8. Dezember

Nikolaus & Co Teil 2

Oft wird der Heilige Nikolaus mit seinem Gehilfen „Knecht Ruprecht“ dargestellt. Der ganz in schwarz gekleidete und meist mit einer Furcht erregenden Maske verkleidete Geselle symbolisiert das Böse, das dem Guten zu dienen hat. Knecht Ruprecht trägt die berüchtigte Rute, vor der sich die Kinder am meisten fürchteten. Früher wurden an die „unartigen“ Kinder auch kleinen Ruten als Ermahnung verteilt, damit sie sich bis zum nächsten Besuch bessern.

Die Gestalt des Knecht Ruprecht hat ihren Ursprung im späten Mittelalter. Als „Kinderschreck“ diente er als zusätzliches Mittel der elterlichen Erziehung. Er ist sozusagen der „Gegenspieler“ des Heiligen Nikolaus.

Was viele nicht wissen: die sogenannte „Rute“ ist ursprünglich nicht als Bestrafungsmittel gedacht gewesen. Es sind Reisigzweige, die schon die Knospen für das nächste Jahr tragen und somit ein Symbol der Fruchtbarkeit sind (auch „Barbarbazweige“).

Aus der Segnung mit dem Reisigzweig ist – vor allem im 19. Jahrhundert („schwarze Pädagogik“) – das Schlagen mit der Rute geworden.

Wo befindet sich diese Tür?