iPad-Klasse: Teamschul-Eltern leasen iPads (WA 18.11.16)

22 Schüler der Klasse 5a erhielten ein eigenes iPad, mit dem sie nicht nur in der Schule ihre Lernaufgaben gemeinsam bearbeiten oder drahtlos drucken können, sondern das sie auch mit nach Hause nehmen dürfen.

DRENSTEINFURT � Seit den Herbstferien gibt es an der Teamschule eine „iPad-Klasse“. 22 Schüler der Klasse 5a erhielten ein eigenes iPad, mit dem sie nicht nur in der Schule ihre Lernaufgaben gemeinsam bearbeiten oder drahtlos drucken können, sondern das sie auch mit nach Hause nehmen dürfen. Die Eltern leasen das Gerät, berichtet Detlev Aistermann, didaktischer Leiter der Schule. Über einen Zeitraum von drei Jahren bezahlen sie jeden Monat 23 Euro, danach geht das Tablet in ihren Besitz über. „Gut ist, alle Geräte sind versichert und können bei Beschädigung sofort ausgetauscht werden“, versichert Aistermann. Die Eltern konnten frei wählen, ob sie für ihr Kind ein iPad anschaffen wollten oder nicht. „Wir setzen auf Freiwilligkeit“, so Schulleiterin Ulrike Rupieper. Im nächsten Schuljahr wird es wieder eine neue iPad-Klasse geben, die dann bis zum Ende der Schulzeit mit dem Tablet arbeitet. Auch die höheren Klassen mit einem iPad auszurüsten, sei erst einmal nicht geplant. Ziel ist es, die Schüler auf die Herausforderungen des digitalen Zeitalters vorzubereiten. Natürlich werde auch das klassische Lesen, Schreiben und Rechnen nicht vernachlässigt. Darum werde das iPad zwar jeden Tag, aber
nicht jede Stunde benutzt. „Es gibt auch einen Knopf zum Ausschalten“, erklärt Aistermann. Auf jedem iPad werden die Schulbücher gespeichert, das spart Gewicht im Schulranzen. Lernaufgaben können per WLAN verteilt und wieder „eingesammelt“ werden. Zudem erlaube die Technik zum Beispiel im Fach Musik, Musikstücke anzuhören. „Es steckt einfach mehr Musik drin“, berichtet der Mathelehrer schmunzelnd. Für das Fach Englisch könnten Schüler sich eine Seite der britischen Tageszeitung „The Guardian“ runterladen und von Muttersprachlern vorlesen lassen. Unbekannte Vokabeln werden so gleich richtig gehört und können nachgeschlagen werden. Sorge, dass Lösungen bei den Hausaufgaben einfach digital übermittelt werden, bestehen nicht. „Bei uns gibt es ja gar keine Hausaufgaben“, erklärt Schulleiterin Ulrike Rupieper. Vielmehr könnten mithilfe einer digitalen Tafel Lerngespräche stattfinden. Dankbar ist die Schulleiterin für die gute Unterstützung der Stadt. „Wir sind technisch gut ausgestattet“, bestätigt sie. Jede Klasse verfüge über zwei Computer mit Internet und Drucker. Zusätzlich wurde jetzt der Klassenraum der iPad-Klasse für die neue Technik hergerichtet. � mew